Organisation

Ich habe keine Zeit…

Hallo ihr Lieben,

Ich glaube diesen Satz hat jeder von uns schon mal gesagt. Vielleicht kennt ihr das, wenn ihr so viel um die Ohren habt, dass ihr eigentlich zu Nichts kommt. Bei mir ist es oft so, dass ich während meines Studiums kaum dazu komme andere Dinge zu erledigen. Seien es den Haushalt machen, zu lesen, Freunde zu treffen, Sport zu machen, zu bloggen oder meine Eltern zu besuchen und natürlich darf ich die ganze Lernerei nicht vergessen. Ich wage zu behaupten, dass ich einen der lernintensivsten Studiengänge gewählt habe. Das war mir aber schon vor dem Studium klar. Wirklich bewusst wurde es mir jedoch erst in der Klausurenphase. Das war nicht wie in der Schule einfach mal ein bis zwei Tage vorher lernen und dann passt das schon irgendwie. Glücklicherweise hatte ich bereits ein paar Grundlagen in der Schule gelernt und musste somit nicht wie manch anderer von Null anfangen. Trotzdessen musste mich einige Wochen vor den Klausuren hinsetzen und konzentriert lernen.

Ich muss zugeben, dass ich kein großes Organisationstalent bin und ich lerne auch nur, wenn ich es wirklich muss. Ich dachte nach der Schule, dass ich mein Studium strukturierter angehen und aus meinen Fehlern lernen würde. Dies ist leider nicht ganz so. Ich lasse mich noch immer viel zu leicht und viel zu gern von belanglosen Dingen ablenken, nur um die unschönen aber wichtigen Aufgaben nicht erledigen zu müssen. Zwar nehme ich mir vor diese dann zeitnah zu bewältigen und sage immer dass ich es auch tue. Aber eigentlich schiebe ich es so lange vor mir her bis ich kein Motivationsproblem mehr habe, sondern ein Zeitproblem. Ein großes Zeitproblem sogar.

 

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Im ersten Semester war ich äußerst motiviert. Ich habe mir Lernpläne erstellt und regelmäßig gelernt. Ich habe mir viele große Ziele gesetzt, welche mir jedoch später viel zu groß und unrealistisch erschienen und mich dadurch demotivierten. Sodass ich im zweiten Semester einen ziemlichen Durchhänger und einige Wissenslücken hatte. Meine To-Do-Listen wurden immer länger und länger und es wollte einfach kein Ende mehr nehmen. Mein Wochenplan war viel zu überladen, weil ich bloß nichts und niemanden außer Acht lassen wollte. Ich habe eigentlich nur noch von Wochenende zu Wochenende gelebt. Zu alle dem hatte ich am Ende des Tages immer das Gefühl nichts von dem geschafft zu haben, was ich mir vorgenommen hatte. Vielleicht geht es ja dem ein oder anderem von euch genauso.

Damit das künftig nicht mehr passiert, habe ich mir vor kurzem das Buch „Bachelor of Time- Zeitmanagement im Studium“ von Tim Reichel gekauft. Bisher habe ich nur die ersten der neun Kapitel gelesen und ich muss sagen es sind viele sehr hilfreiche Tipps dabei. Beispielsweise wie man seine Prioritäten richtig setzt, sich selbst zum Lernen motiviert und seine Zeit optimal nutzt und trotzdem noch Zeit für viele andere Aktivitäten hat. Einige Ratschläge habe ich bereits umgesetzt und muss sagen, dass sich bereits kleine Veränderungen im Alltag wirklich positiv bemerkbar machen. Das Buch ist wie eine kleine Anleitung und genau das habe ich gebraucht. Es ist viel leichter seinen inneren Schweinehund zu überwinden als man denkt. Aber man ist einfach zu komfortabel und zu stolz dafür sich selbst einzugestehen, dass die bisherige Zeitorganisation mangelhaft ist. Ich bin froh, dass eine Freundin mir dieses Buch empfohlen hat und hoffe euch hilft es vielleicht auch.

Kennt ihr ähnliche Bücher, die ihr weiterempfehlen könnt?